16.03.2021 | By Tamara From
AktuellMagiCADMagiCAD für Revit

Was nicht passt, kann bei Bauprojekten nicht immer im Nachhinein schnell „passend gemacht“ werden. Zumindest nicht kostengünstig. Planungsfehler, die erst während der Bauphase entdeckt werden, sind oft zeitaufwendig und teuer. Das gilt insbesondere für die fehleranfällige Schlitz- und Durchbruchsplanung. Denn diese betrifft nicht nur ein einzelnes Gewerk. Abgesehen von den Planer*innen für Gebäudetechnik, ist sie auch für die Architektur und Tragwerksplanung wichtig. Es gilt beispielsweise die Tragfähigkeit der Wandkonstruktion zu berücksichtigen oder brandschutz- wie sicherheitstechnische Vorgaben einzuhalten. Eine genaue und gewerkeübergreifend Abstimmung der Projektbeteiligten ist also unbedingt erforderlich.

Der MagiCAD Durchbruchsmanager

MagiCADs Ingenieur*innen haben daher früh die Entwicklung eines entsprechenden computergestützten Werkzeuges angestoßen. Das in MagiCAD für Revit integrierte Tool „Durchbruchsmanager“ – damals das erste seiner Art auf dem Markt – automatisiert nun bereits seit 2016 viele wichtige Arbeitsschritte der Schlitz- und Durchbruchsplanung. Im Ergebnis werden Fehler erheblich reduziert und die Modellierung merklich beschleunigt. Revolutionär war auch die kostenlose Bereitstellung des Durchbruchsmanagers für andere Baubeteiligte. Als BIM-Vorreiter stellt MagiCAD somit den lückenlosen Datenaustausch für einen nahtlosen Workflow zwischen allen Fachwerksplanerinnen und -planern sicher.

Fehlerreduzierung dank automatisierter Prozesse

Der gewerkeübergreifende MagiCAD Durchbruchsmanager vereinfacht viele der besonders zeitintensiven Arbeitsvorgänge. Die Funktion schlägt selbstständig, auf Grundlage von definierten Vorgaben, Durchbrüche für die eingeplanten TGA-Installationen vor. Frei einstellbare Platzhalteroptionen, wie Mindest- und Maximalgröße, Rundungsgrenzen und Zuschläge, bieten Flexibilität. Auch zusätzliche Längenzuschläge der Vorschläge können vordefiniert oder ergänzt werden. Alle Einstellungen sind individuell für die unterschiedlichen Gewerke auswählbar.

Mit einem einfachen Klick werden die Durchbruchsvorschläge automatisch als Platzhalter im TGA-Modell abgesetzt und eingerichtet. Darüber hinaus sind die Platzhalter mit allen notwendigen Informationen versehen: Größe, Form, Gewerk und Durchbruchssymbol.

 

BIM-Workflow

Gerade bei der BIM-Planung zeigt sich der Mehrwert des automatisierten MagiCAD-Durchbruchs-Workflows. Die Kooperation mit Architektur und Tragwerksplanung gestaltet sich dadurch sehr unkompliziert. Alle von der TGA eingeplanten Durchbrüche werden detailliert über den Durchbruchsmanager an die anderen Beteiligten zur Prüfung kommuniziert. Diese haben sich vorab das Tool als kostenloses Plugin in ihre Revit-Anwendung heruntergeladen. Alle Daten der Durchbrüche werden in einer kompakten XML-Datei gebündelt und in einer übersichtlichen Liste angezeigt. Hier werden Freigaben, Kommentare oder Änderungsvorschläge eingetragen und zwischen den Beteiligten ausgetauscht.

Die Prüfungen können den Anforderungen des jeweiligen Gewerkes angepasst werden. So kann frei ausgewählt werden, welche TGA- und Tragwerkselemente untersucht werden sollen. Auch die Berücksichtigung der Isolierung ist optional. Sind sämtliche Kontrollen abgeschlossen, wandelt der Durchbruchsmanager die freigegebenen Durchbrüche und Schlitze auch im Architekturmodell automatisch in Öffnungen um.

Große Sicherheit bieten die Benachrichtigungen des Durchbruchsmanager bei Änderungen eines Durchbruchs bzw. eines Architekturelements. Besonders praktisch: In solchen Fällen werden die Platzhalter im Modell auf Knopfdruck aktualisiert oder auf die neue Position nachgeführt. Damit ist es möglich, Änderungsvorschläge, z. B. der Architektur, direkt durch das Verschieben des fertigen Durchbruchs an die TGA-Planung zu kommunizieren. Die Planer*innen sehen die Verschiebung dann im Durchbruchsmanager. Die Position des Platzhalters im TGA-Modell lässt sich dadurch zügig per Mausklick korrigieren.

Die Prüfung auf erforderliche Durchbrüche in der Architektur kann mit referenzierten Revit-Projekten sowie IFC-Projekten durchgeführt werden. Im Falle eines IFC-Workflows erstellt das MagiCAD-IFC-Export-Werkzeug die Platzhalter. Diese werden problemlos von den Projektbeteiligten in ihre Modelle übertragen. MagiCAD erlaubt also sowohl den Closed-BIM-Workflow mit Autodesk-Anwendungen als auch einen Open-BIM-Workflow im IFC-Standard.

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