21.10.2014 | By editor

Im schwedischen Solna wird zurzeit die neue Universitätsklinik New Karolinska Solna (NKS) errichtet. Sie wird mit einigen der modernsten medizinischen Anlagen der Welt ausgestattet sein. Der Bau gilt als das bislang größte Einzelprojekt des Hauptauftragnehmers Skanska. Der multinationale Konzern wird auf der Fortune-500-Liste geführt und zählt zu den weltweit führenden Projektentwicklungs- und Bauunternehmen.

Das Projekt wird als Public-Private Partnership (PPP) zwischen dem Stockholm County Council und der Projektgesellschaft Swedish Hospital Partners (SHP) realisiert. Eigner der Projektgesellschaft sind Skanska und Innisfree. Skanska Healthcare, ein Joint Venture zwischen Skanska Sweden und Skanska UK, ist der Hauptauftragnehmer.

Insgesamt umfasst das Projekt eine Fläche von rund 330.000 Quadratmetern. Das Krankenhaus wird mit rund 8.000 Zimmern, 36 Operationssälen und 630 Betten in Einzelzimmern für Privatpatienten ausgestattet sein. Die Bauarbeiten begannen 2010 und sollen bis 2018 abgeschlossen sein. Im Rahmen des PPP-Vertrags wurde vereinbart, dass die Projektgesellschaft nach Abschluss der Bauphase weiterhin bis 2040 die Wartung und das Gebäudemanagement betreut. Die Größe des NKS-Projekts spiegelt sich auch in der Vertragssumme für den Bau wider, die sich –ohne Krankenhausausstattung– auf 14,5 Milliarden Kronen (ca. 1,6 Milliarden Euro) beläuft.

Skanska vertraut auf MagiCAD

Als Bauherr ist Skanska auch für die Planung und Installation der Gebäudetechnik zuständig. Die gesamte Planung der Gebäudetechnik für das Projekt erfolgte mit MagiCAD für AutoCAD, unter Einsatz der Module MagiCAD Heating and Piping, Ventilation, Electrical, Room und Sprinkler Designer.

„Die Größe des Projekts ist beachtlich, und natürlich sind Planung und Installation der Gebäudetechnik zentrale Bestandteile des Gesamtprojekts. Bei Krankenhäusern ist sehr viel Technologie involviert, und all die unterschiedlichen Technologien unter einen Hut zu bringen, kann zur Herausforderung werden. MagiCAD ermöglichte die Modellierung der gesamten Gebäudetechnik, einschließlich der Spezialsysteme für medizinische Gase“, erläutert MEP-Manager Mikko Lehto von Skanska Finland. Er ist einer der Koordinatoren für die Planung und Installation der Versorgungstechnik und war von November 2013 bis April 2014 im Rahmen des internationalen Führungskräfteprogramms Skanska Stretch am Projektstandort tätig.

„Einer der Hauptvorteile von MagiCAD bei diesem Projekt ist die Menge an Informationen, die innerhalb der Modelle gespeichert und übertragen werden kann – besonders, wenn das Projektmodell in der anschließenden Gebäudemanagement- und Wartungsphase weiterverwendet wird. Man kann sagen, dass die echte BIM-Funktionalität an sich schon ein entscheidender Vorteil ist“, ergänzt Mikko.

Die gesamte Gebäudetechnik des Projekts wurde mit MagiCAD für AutoCAD geplant.

Skanska und MagiCADs intelligente Baustelle

Das Krankenhaus „New Karolinska Solna“ ist ein Modellprojekt für die Nutzung von BIM-Methoden (Building Information Modelling) auf der Baustelle. Der konsequente Einsatz von BIM am Projektstandort, durch den Bauherrn und die Verantwortlichen für die Versorgungstechnik, führt zu effizienteren Abläufen und einer enormen Verbesserung des Informationsflusses in allen Planungs-, Bau- und Installationsphasen.

„Die Projektkoordination vor Ort erfolgte mithilfe eines kombinierten Navisworks-Modells. Wenn Vorarbeiter, Projektleiter und Ingenieure über iPads auf das Modell und die Zeichnungen zugreifen können und Handwerker wie Installateure alle wichtigen Informationen überall und jederzeit zur Hand haben, verbessert dies die Qualität der Arbeit und spart sehr viel Zeit, da alle Involvierten nicht jedes Mal die riesige Baustelle überqueren müssen, um eine bestimmte Information abzurufen“, erklärt Mikko Lehto, TGA-Leiter bei Skanska Finnland, einer der Projektkoordinatoren im Bereich Planung und Ausführung im NKS-Projekt, der von November 2013 bis April 2014 vor Ort arbeitete.

„Besonders bei Projekten dieser Größenordnung ist die digitale Planung unverzichtbar für die visuelle Überprüfung und Verifizierung von Plänen anhand von Architektur- und Strukturmodellen. Ein weiterer Vorteil ist die effizientere Projektkoordination und -kommunikation. Mithilfe der BIM-Modelle können wir Installationen untersuchen, die bereits fertiggestellt wurden, und feststellen, ob sie mit den Plänen übereinstimmen. Wenn beispielsweise ein Installateur nicht genau den Plänen folgt, kommt es meist zu Problemen, sobald der nächste Subunternehmer seinen Teil des Systems installieren möchte. Aus diesem Grund mussten grundsätzlich alle Installationen genauso durchgeführt werden, wie sie geplant und im BIM-Modell dargestellt wurden.“

Die gesamte TGA.Planung des Projekts wurde mit MagiCAD für AutoCAD durchgeführt.

Nach der Bauphase werden die Modelle mit den Daten des fertigen Gebäudes aktualisiert, und die BIM-Objekte sowie die zugehörigen technischen Daten können direkt mit produktspezifischen Informationen verbunden werden, um die Wartungs- und Gebäudemanagementabläufe in den späteren Phasen zu unterstützen.

Da das Projekt den gesamten Gebäudelebenszyklus umfasst, rückten bestimmte Aspekte der Planung zusätzlich in den Vordergrund: zum Beispiel die Wartungsfreundlichkeit, die bei der Positionierung von Ventilen, Reglern, Reinigungsklappen und ähnlichen Komponenten berücksichtigt werden musste. Bei Steigleitungen musste beispielsweise die Position der Klappen so angepasst werden, dass sie auf sichere Weise gewartet werden können. Ebenso wurde sichergestellt, dass nach der Fertigstellung des Gebäudes und aller Installationen genug Raum für alle nötigen Wartungsarbeiten vorhanden war.

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Footnote DE

Im Januar 2019 haben wir unsere Marke unter MagiCAD vereinheitlicht. Progman Oy und unsere Tochtergesellschaften CADCOM AB und Progman Software UK Ltd. wurden in MagiCAD Group umbenannt. Darüber hinaus wurde die MagiCloud in MagiCAD Cloud umbenannt.