30.11.2015 | By admin

Hintergrund

Werfau Medical Engineering ist ein russisches Unternehmen, das sich auf die integrale Planung medizinischer Einrichtungen spezialisiert hat. Neben der Planung bietet das Unternehmen auch schlüsselfertige Reinraumlösungen zum Erstellen kontrollierter Umgebungen mit minimalen Luftschadstoffen und anderen Fremdkörpern. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 150 Mitarbeiter in Sankt Petersburg.

Unternehmerische Erfordernisse

Werfau ist bekannt als aktiver Verfechter der Gebäudedatenmodellierung (Building Information Modelling, BIM) in Russland, der sowohl in der russischen Baubranche als auch im öffentlichen Sektor bei Vertretern von Bundes- und Regionalbehörden und der Regierung für die Vorteile der BIM-Methoden wirbt.

 „Das Building Information Modelling steigert die Projekteffizienz in signifikantem Maße, wodurch alle Projektbeteiligten Geld und Zeit sparen. Solange jedoch nicht alle Projektparteien die BIM-Methoden in vollem Umfang einsetzen, kann kein Unternehmen alle potenziellen Vorteile erzielen, die sich aus der Übertragung der präzisen technischen Daten über das Projektmodell von einer Projektphase in die nächste ergeben. Wenn mehr und mehr Unternehmen damit beginnen, BIM-Methoden zu verwenden, sind wir als Unternehmen auch in der Lage, unsere eigene BIM-Implementierung weiterzuentwickeln. Aus diesem Grund möchten wir die gesamte Branche nach vorn bewegen“, so Petr Manin, Leiter der BIM-Abteilung von Werfau Medical Engineering. Petr Manin besitzt einen Doktortitel in Informatik und einen MSc in Wirtschaftswissenschaften und wurde von Autodesk als „BIM Leader of Year Russia 2014“ ausgezeichnet.

Die Lösung

Werfau nahm die Arbeit von MagiCAD für AutoCad Ende 2014 auf. Heute ist MagiCAD die bevorzugte Software des Unternehmens für MEP BIM, und Werfau führt praktisch die gesamte Versorgungstechnikplanung mithilfe von MagiCAD Heating & Piping, MagiCAD Ventilation, MagiCAD Electrical und MagiCAD Sprinkler Designer in AutoCAD- und Revit-Technologien aus.

Pilotprojekte für den ersten nationalen BIM-Standard Russlands

Werfau arbeitet derzeit an einem 150.000 Quadratmeter umfassenden Flaggschiff-Projekt im Regionalkrankenhaus von Krasnoyarsk. Das Projekt ist eines der Pilotprojekte, die das russische Bauministerium als Basis zur Konzeption und Vorbereitung des ersten nationalen Standards für die BIM-Implementierung in Planungsprojekten verwendet. Das Flaggschiffprojekt umfasst die Demontage, Renovierung und Errichtung neuer Gebäude und Strukturen ebenso wie die Konstruktion einer vollständig neuen Engineering- und Transportinfrastruktur. Werfau plant auch zwei weitere BIM-Pilotprojekte, ein 5.200 Quadratmeter umfassendes Zentrum für Palliativpflege in Kolpino und eine Notfallbetreuung mit einer Fläche von 5.790 Quadratmetern im Alexander City Hospital in Sankt Petersburg. Die gesamten Heizungs-, Rohrleitungs-, Lüftungs-, Sprinkler und Elektrosysteme in den drei BIM-Pilotprojekten von Werfau wurden mithilfe von MagiCAD entworfen und modelliert.

„Der Standardisierungsprozess umfasst insgesamt 23 BIM-Projekte in ganz Russland. Es ist uns gelungen, drei Projekte davon zu erhalten, und nur wenige der anderen beteiligten Unternehmen haben Projekte im Medizinbereich. Beim Standardisierungsprozess geht es vor allem darum, die benötigte Zeit für die Prüfung und Analyse der Projekte zu reduzieren, wobei BIM aufgrund seiner automatischen Prüfprozesse die Projektqualität insgesamt verbessert und das BIM-Modell die derzeitige Dokumentation, die Listen und Pläne ersetzt“, führt Manin aus.

„Im Projekt in Krasnoyarsk werden beispielsweise mehr als 100 unterschiedliche Prüfungen ausgeführt, unter anderem um die geringen Raumgrößen und anderen Anforderungen zu erfüllen, die in den russischen Baunormen vorgegeben sind. Das Projekt umfasst insgesamt 4.000 Zimmer, davon 700 unterschiedliche. Selbstverständlich können bei einem einzelnen Projekt ungeheuer viele Arbeitsstunden eingespart werden, wenn alle Prüfprozesse automatisiert und bei Bedarf über eine einzige ‚rote Taste‘ gesteuert werden“, fährt Manin fort.

„MagiCAD reduziert die Anzahl der erforderlichen Routineoperationen und bietet uns automatische Prüfprozesse und Berechnungen, die russischen Standards entsprechen. Mit MagiCAD können wir die Systeme in 3D visualisieren und prüfen, ob es zu Kollisionen kommt. MagiCAD wird mit umfangreichen MEP-Geräte- und Komponentenbibliotheken geliefert und enthält automatisch alle relevanten Parameterdaten. Damit wird es einfacher und schneller, die erforderlichen Berechnungen auszuführen und Entscheidungen zu möglichen Änderungen im Entwurf zu treffen. Mit diesen Schritten verbessert sich die Qualität unserer versorgungstechnischen Planungen beträchtlich, und wir sparen gleichzeitig bis zu 20 % an Zeit pro Projekt ein“, so Petr.

„Insgesamt werden durch die Anwendung der BIM-Methoden zahlreiche wichtige Vorteile erzielt. Beispielsweise lässt die automatische Kollisionskontrolle in den Pilotprojekten die Validierungsphase im Vergleich zur manuellen Fehlersuche bis zu sechsmal schneller verlaufen. Aufgrund der Automation konnten in den Pilotprojekten alle Fehler in etwa einem halben Tag gefunden und behoben werden, während das manuelle Finden und Beheben von 85 % der Fehler etwa 3 Tage gedauert hätte“, erklärt Manin.

Zukunftssichere Projektmodelle dank der intelligenten Produktdatenbank von MagiCAD

In der Branche entwickelt es sich zu einer der grundlegenden Anforderungen, alles in 3D zu entwerfen. 3D ist für Werfau jedoch nicht genug. Um Kunden eine zukunftssichere Lösung zu bieten, produziert Werfau alle Modelle mit vollständigen Informationen, um alle Phasen des BIM-Lebenszyklus zu unterstützen. Auch wenn zahlreiche Kunden noch nicht in der Lage sind, BIM in den Phasen des Gebäudemanagements zu verwenden, wird in der Modellierungsmethodologie von Werfau immer davon ausgegangen, dass der Kunde das MEP-Modell auch für das Gebäudemanagement verwendet.

„MagiCAD bietet uns umfangreiche Datenbanken mit realen Produkten, die vollständige technische Eigenschaften enthalten. Mithilfe der Produkteigenschaften können wir bei Bedarf schnelle Berechnungen und Neuberechungen ausführen. Die MagiCAD-Datenbanken sind umfangreich und ermöglichen es uns, die Arbeit sofort aufzunehmen, ohne zuerst unsere eigenen Produktbibliotheken vorzubereiten. Damit sparen wir sehr viel Zeit“, sagt Manin.

„Wir haben festgestellt, dass MagiCAD sehr gut zu den anspruchsvollen Planungsanforderungen von Krankenhausprojekten passt, beispielsweise wenn eine große Anzahl von MEP-Systemen koordiniert wird. Medizinische Projekte erfordern häufig spezielle Lösungen für medizinisches Gas und ähnliche Systeme. Aus diesem Grund müssen wir häufig benutzerspezifische Ausrüstung erstellen und auch zusätzliche Parameter zu bestehenden hinzufügen“, fährt Manin fort.

„MagiCAD ist ein leistungsfähiges 3D-Tool: einfach und intuitiv zu verwenden, und es bietet hervorragende Funktionen für vertikale Mehrgeschossmodellierung, auch in AutoCAD-Technologie. Wenn wir die Versorgungstechnikplanung mithilfe von MagiCAD für AutoCAD erstellen und die strukturelle Seite von Revit kommt, müssen wir natürlich 3D-Substrate verwenden, um die Modelle zu kombinieren. Die IFC-Exportfunktionen von MagiCAD unterstützen jedoch die Erstellung kombinierter Modelle sehr gut“, ergänzt Manin.

 

Vorteile

  • Zeiteinsparungen von 20 % pro Projekt
  • Bis zu sechsmal schnellere Validierung
  • Automation ermöglicht das Finden und Beheben aller Fehler in Rekordzeit – ein halber Tag gegenüber bisher 3 Tagen.
  • Umfangreiche Datenbanken mit realen Produkten, die vollständige technische Eigenschaften enthalten, machen es möglich, sofort mit der Arbeit anzufangen, ohne zuerst Produktbibliotheken vorzubereiten.

Einfach anpassbare intelligente und datenreiche Geräte und Komponenten, die mit Spezialsystemen verwendet werden, beispielsweise medizinisches Gas

Image
https://www.magicad.com/sites/default/files/images/case/01_MagiCAD_Werfau_Krasnoyarsk-Regional-Hospital_thumb.jpg

Footnote DE

Im Januar 2019 haben wir unsere Marke unter MagiCAD vereinheitlicht. Progman Oy und unsere Tochtergesellschaften CADCOM AB und Progman Software UK Ltd. wurden in MagiCAD Group umbenannt. Darüber hinaus wurde die MagiCloud in MagiCAD Cloud umbenannt.