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MagiCAD meistert die Herausforderungen des Schiffsdesigns bei Helsinki Shipyard

24.10.2025

MagiCAD Group

Die Ingenieurskunst zeigt sich im Schiffbau in ihrer ganzen Komplexität. Wenn Platz knapp ist und Systeme fehlerfrei funktionieren müssen, erfordert die Planung von HLK-Systemen höchste Präzision und Effizienz. Rami Huuskonen, Senior HVAC Designer bei Helsinki Shipyard, weiß das nur zu gut.
Das Unternehmen führte Ende 2023 die MagiCAD-Module für Ventilation, Piping und Rooms for AutoCAD ein – und Rami kann nun aus erster Hand berichten, welches Potenzial die Software im Bereich des Schiffsdesigns bietet.

Helsinki Shipyard

In der finnischen Hauptstadt Helsinki ansässig, ist Helsinki Shipyard auf fortschrittliche Schiffbautechnologie und den Bau anspruchsvoller Schiffe spezialisiert.
Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Planung und dem Bau von Passagier- und Kreuzfahrtschiffen, ist jedoch weltweit vor allem für seine außergewöhnliche Expertise im Bau von Eisbrechern bekannt.
Tatsächlich wurden rund die Hälfte aller weltweit im Einsatz befindlichen Eisbrecher bei Helsinki Shipyard gebaut.

Im Jahr 2023 übernahm die kanadische Davie Group die Helsinki Shipyard, um ihre Kompetenz im arktischen Schiffbau und im Bau von Eisbrechern weiter auszubauen.
Die Werft und ihre mehr als 400 Mitarbeitenden, die vor allem in den Bereichen Projektmanagement, Planung und Schiffsbau tätig sind, arbeiten weiterhin unter dem bekannten Namen Helsinki Shipyard.

Effizientere Planung mit MagiCAD

Die HLK-Planer bei Helsinki Shipyard übernehmen eine umfassende Rolle im gesamten Entwurfsprozess. „Wir erledigen die gesamte Schiffsplanung intern. Unsere HLK-Designer sind von Anfang bis Ende für alles rund um Planung und Geräteauswahl verantwortlich“, erklärt Rami.

Ende 2023 führte Helsinki Shipyard MagiCAD ein, um den Planungsprozess zu optimieren. Das erste Projekt mit der Software ist bereits weit fortgeschritten, und Rami kann die Auswirkungen von MagiCAD auf ihre Arbeit klar benennen:

„Wir haben MagiCAD jetzt von der frühen Entwurfsphase bis hin zur finalen Umsetzung und Systemabstimmung genutzt. Die Software hat insbesondere bei der Dimensionierung und beim hydraulischen Abgleich geholfen, da wir den Druckverlust in den Systemen viel einfacher abschätzen können. Außerdem hat MagiCAD die eigentliche Zeichenarbeit deutlich beschleunigt und vereinfacht – im Vergleich zu den Tools, die wir zuvor genutzt haben.“

Früher nutzte Helsinki Shipyard Excel und andere Berechnungstools zur Unterstützung ihrer Systemberechnungen. Mit MagiCAD konnte der Einsatz dieser Hilfsmittel vollständig ersetzt werden – die Planer verlassen sich nun direkt auf die von MagiCAD generierten Berechnungswerte.

Einzigartige Herausforderungen im Schiffbau

Die positiven Auswirkungen von MagiCAD auf die Planungsqualität sind bereits im ersten Projekt deutlich spürbar. Die Software ermöglicht es den Designern, Leitungsführungen und Kollisionen in Bezug auf Schiffsstrukturen – wie Träger und deren Leichtbaulöcher – schon in den frühen Projektphasen zu prüfen. Wenn Rohrsysteme von Beginn an dreidimensional modelliert werden, wird die Leitungsführung deutlich einfacher.

Rami hebt insbesondere den begrenzten Raum als zentrale Herausforderung im Schiffsdesign hervor:
„Im Schiffbau sind Technikräume und andere Flächen für HLK-Systeme extrem klein im Vergleich zum Hochbau. Die präzise Modellierung und Kollisionsprüfung, die MagiCAD ermöglicht, erleichtern die Planung enorm.“

Darüber hinaus haben die Routing-Tools von MagiCAD bei der Erstellung raumbezogener Installationszeichnungen geholfen – ein wichtiger Bestandteil vieler Schiffbauprojekte, da sie Rohrleitungsbauteile und Anschlussstellen für die Montage darstellen.

Auch die Anforderungen an Bauteillisten sind im Schiffbau häufig detaillierter als in anderen Branchen.
Rami ist überzeugt, dass MagiCAD auch hier deutliche Vorteile bietet: „Ein typisches Schiffsprojekt umfasst fast 4000 HLK-Komponenten, die wir bislang manuell ins System eingetragen haben. Wir richten derzeit Exportkonfigurationen ein, um diese Listen automatisch zu generieren und in unser Materialmanagementsystem zu importieren – das wird uns erheblich Arbeitszeit sparen.“

MagiCAD als logische Wahl

Rami selbst verfügt über umfangreiche Erfahrung mit MagiCAD, während viele Designer bei Helsinki Shipyard noch am Anfang im Umgang mit MagiCAD und AutoCAD stehen.
Trotz unterschiedlicher Erfahrungsniveaus hat sich die Software schnell als fester Bestandteil des Planungsprozesses etabliert.

Rami fasst die Hauptgründe zusammen, warum sich Helsinki Shipyard für die Integration von MagiCAD in seine Schiffsplanung entschieden hat:

„Dass man bereits in den frühen Planungsphasen Leitungsführungen und Kollisionen prüfen kann, ist ein großer Vorteil.
Außerdem habe ich persönlich eine lange Erfahrung mit MagiCAD, und nahezu alle unsere Gerätehersteller stellen ihre Produkte inzwischen für die Nutzung in MagiCAD bereit.“


Mit Sitz in Helsinki ist die Helsinki Shipyard auf maritime Technologien und den Bau von Spezialschiffen für anspruchsvolle Bedingungen und Routen spezialisiert.
Die Werft blickt auf eine lange Tradition und unübertroffene Kompetenz im Design und Bau von Eisbrechern und Schiffen mit hoher Eisklasse für raue Umgebungen zurück.
Darüber hinaus ist sie ein führendes Unternehmen im Bau von hochwertigen Passagier- und Kreuzfahrtschiffen.

Die Schiffbauaktivitäten am Standort Helsinki begannen bereits vor 160 Jahren, am 4. März 1865, als Helsingfors Skeppsdocka die Genehmigung erhielt, eine Werft im Stadtteil Hietalahti zu gründen.
Heute gilt die Werft als Pionier des finnischen Schiffbaus, als bedeutender Arbeitgeber und als fester Bestandteil der Geschichte und des Stadtbildes Helsinkis.