Top 5 Tipps zur Erstellung von BIM-Objekten für TGA-Produkte
26.02.2026
MagiCAD Group

Die Erstellung von BIM-Objekten ist für TGA-Hersteller heute kein „Kann“ mehr, sondern ein absolutes Muss. BIM ist der deutlichste Ausdruck der Digitalisierung im Bauwesen und der wichtigste Hebel zur Produktivitätssteigerung in der Branche. Alle TGA-Hersteller müssen an Bord des „BIM-Schiffs“ sein – aber nicht auf irgendeinem Schiff. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, wenn Sie die Erstellung von BIM-Objekten für Ihre Produkte auslagern oder beauftragen.
„Schlanke“ BIM-Objekte sind eine Grundvoraussetzung
Eine geringe Dateigröße ist eine Basisanforderung an jedes BIM-Objekt, an der jedoch viele Anbieter schlichtweg scheitern. Kennen Sie den Frust, eine Website bei schlechter Internetverbindung öffnen zu wollen? Oder eine riesige Excel-Datei mit zu wenig Arbeitsspeicher zu bearbeiten? Genau das erleben Fachplaner in komplexen Projekten, wenn einzelne BIM-Objekte zu „schwer“ sind und das Laden eines Projekts Ewigkeiten dauert. Selbst der Download neuer Modelle in die Software kann wertvolle Zeit kosten, wenn Dateigrößen und Ladezeiten nicht standardmäßig vom Anbieter validiert werden.
Fachplaner fragen heute gezielt nach Kennzahlen wie dem Verhältnis von typischer Modellgröße zu modelliertem Volumen (MB/m³) oder der Berechnungszeit im Verhältnis zur Modellgröße (Min./MB). Natürlich lassen sich unterschiedliche Projekte nicht eins zu eins vergleichen, aber diese Fragen zeigen deutlich, worauf Planer beim Softwarevergleich achten. Wenn Sie zehn Bauunternehmen fragen, wie lange sie für einen Kubikmeter umbauten Raum brauchen, erhalten Sie zehn verschiedene Antworten – dennoch machen Sie Ihre Entscheidung nicht allein an dieser Zahl fest. In der BIM-Modellierung sind kompakte Dateigrößen jedoch die absolute Pflicht für den Anbieter.
Sie müssen sicherstellen, dass Sie ressourcenschonende BIM-Objekte erhalten, die einen konsequenten Validierungsprozess durchlaufen haben.
Intelligente BIM-Objekte sind mehr als nur ein 3D-Modell
Intelligente BIM-Objekte enthalten eine Vielzahl an Daten und Abmessungen, die korrekte Berechnungen garantieren. In der Baubranche hält sich jedoch hartnäckig ein Irrglaube: „Je mehr Informationen ein BIM-Objekt enthält, desto besser.“
Die wahre Intelligenz von BIM-Objekten liegt in der Nutzbarkeit der Daten und der technischen Analyse. Als Softwareentwickler wissen wir genau, was Endanwender brauchen – und warum Sie Ihre BIM-Objekte nicht mit unnötigen Informationen und Metadaten überfrachten sollten, da dies die Arbeit der Planer nur erschwert. Bislang gibt es keinen globalen Datenstandard. Wenn Objekte mit unterschiedlichsten Parametern versehen sind, können sie beispielsweise nicht von Künstlicher Intelligenz verarbeitet werden. Tatsächlich müssen viele Modelle vor ihrer Nutzung erst aufwendig bereinigt werden.
Der beste Weg zu intelligenten BIM-Objekten: Stellen Sie sicher, dass sie alle relevanten Daten enthalten, aber halten Sie sie so simpel wie möglich. Lassen Sie sich nicht von der reinen Datenmenge blenden. Eine einfache, konsistente und gut strukturierte Metadaten-Organisation bietet dem Endanwender den größten Mehrwert.
Eine neue, in vielen Märkten gesetzlich geforderte Komponente, sind Umweltdaten. Haben Sie schon bedacht, wie Sie Umweltproduktdeklarationen (EPDs) für die BIM-Objekte Ihrer Produkte an die Planer weitergeben?
Unterschiedliche Detaillierungsgrade (LOD) für verschiedene Planungsphasen
Der Detaillierungsgrad (Level of Detail, LOD) definiert die geometrische Genauigkeit von Komponenten im BIM-Modell für die jeweiligen Projektphasen. Auch hier fehlt zwar noch ein globaler Standard, doch die Bereitstellung von Objekten in verschiedenen LODs ist schon heute unverzichtbar, da sie im Planungsprozess gezielte Aufgaben erfüllen.
Wir bieten drei verschiedene parametrisierte LOD-Stufen an, die aus generischen 3D-Formen und parametergesteuerten Primitiven entwickelt wurden. LOD 200 eignet sich für die Entwurfsphase, um die Performance komplexer Designs zu optimieren und als Platzhalter für das Objekt zu dienen. Sobald für die Planungskoordination und wichtige Entscheidungen detaillierte Geometrien benötigt werden, kommt LOD 300 zum Einsatz – die Produkte sind im Entwurf nun klar erkennbar. LOD 350 zeigt schließlich eine hochdetaillierte, präzise Geometrie mit vollständigen Produktinformationen. Dies wird beispielsweise von Architekten bei der Lichtplanung benötigt.
Ein höherer LOD birgt prinzipiell das Risiko größerer Dateien und längerer Installationszeiten. Ein erfahrener und hochwertiger BIM-Anbieter kann jedoch sicherstellen, dass die Performance Ihrer Objekte darunter nicht leidet.
Kann jeder BIM-Objekte bereitstellen?
Im Planungsalltag beziehen Fachplaner Informationen aus unzähligen Quellen. Diese sind oft unstrukturiert und liegen in verschiedensten Formaten vor – ein massiver Schmerzpunkt für die Planer. Der digitale Zwilling eines Gebäudes endet so allzu oft als chaotische Mischung aus generischen und herstellerspezifischen Objekten mit völlig unterschiedlichen Datenstrukturen. Das wird zu einem riesigen Problem, wenn man zuverlässige, wiederverwendbare und datenreiche Modelle aufbauen möchte. Planer verlieren wertvolle Zeit mit der Bereinigung von Projektdateien.
Versetzen Sie sich in die Lage des Planers: Würden Sie lieber strukturierte und vom Hersteller verifizierte BIM-Objekte Ihrer Favoriten nutzen, oder sich mit Informationen herumschlagen, die jeder Anbieter unabhängig voneinander in unterschiedlichen Formaten bereitstellt?
Für viele Hersteller ist die eigene Erstellung von BIM-Objekten schlichtweg unwirtschaftlich, da es der Branche an Standards mangelt. Die professionelle Erstellung von BIM-Objekten für TGA-Produkte erfordert Software-Expertise, standardisierte Modellierungsregeln und konsistente Metadatenstrukturen. Gute TGA-BIM-Objekte im heutigen Umfeld zu erstellen, verlangt tiefes Wissen über die Softwareindustrie und Erfahrung – Dinge, die typischerweise nicht zum Kerngeschäft und Fokus eines TGA-Herstellers gehören. Zudem verursachen die Pflege und Aktualisierung eigener Bibliotheken versteckte Kosten. Planungssoftware wird jährlich aktualisiert, und nur die größten Softwareentwickler der Branche verfügen über das nötige Fachwissen zu den jeweils aktuellsten Modellierungsregeln und Parametern. Ihre BIM-Objekte müssen plattformübergreifend und auch in den jährlich erscheinenden neuen Versionen reibungslos funktionieren.
Wenn die Erstellung von BIM-Objekten für TGA-Produkte nicht ausreicht
Manche Produkte werden grundsätzlich nach Maß gefertigt, oder die Auswahl des richtigen Produkts erfordert spezifische Parameter. In solchen Fällen ist eine starre Vorauswahl an BIM-Objekten nicht der nutzerfreundlichste Weg. Herstellerspezifische Anwendungen wie Auswahltools und Plugins sind hier die Lösung: Sie erleichtern die Produktauswahl enorm und helfen Planern, ihre Arbeit effizienter zu erledigen. Sie sind die perfekte Wahl für Sonderanfertigungen oder um auf Anhieb das richtige Produkt zu finden, ohne langwieriges „Trial-and-Error“. Auswahl- und Konfigurationstools werden exakt auf die produktspezifische Logik des Herstellers zugeschnitten.
Sie helfen dem Nutzer, das passende Produkt für sein Projekt zu konfigurieren. Plugins sind Erweiterungen, die diese Tools direkt in Planungssoftware wie MagiCAD und Revit integrieren. Diese nahtlose Integration verbessert den Planungsprozess erheblich, automatisiert zeitraubende Aufgaben und erweitert die Möglichkeiten des BIM-Planers. Die meisten Anbieter von BIM-Objekten können nicht beides liefern – sowohl BIM-Objekte als auch Konfiguratoren oder Plugins –, obwohl genau dies nötig wäre, um TGA-Herstellern zu helfen, das volle Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen.
Um die Erstellung von BIM-Objekten für TGA-Produkte ganzheitlich zu unterstützen, benötigen Hersteller oft beides: hochwertige BIM-Objekte und integrierte Auswahl-Tools. Es ist wichtig, künftige Anforderungen zu antizipieren, denn oft müssen BIM-Objekte für Software-Tools komplett neu erstellt werden, wenn sie nicht von Anfang an nach den richtigen Standards modelliert wurden. Fragen Sie sich selbst: Welche Anforderungen stellen Sie an die Erstellung von BIM-Objekten für Ihre TGA-Produkte? Wissen Sie, wie Sie vorgehen wollen, oder sollten Sie besser auf ein professionelles Modellierungsteam vertrauen, das über langjährige Erfahrung verfügt und Sie bei allen BIM-relevanten Fragen kompetent unterstützt?
Die Wahl eines erfahrenen Partners für die BIM-Objekterstellung stellt sicher, dass Ihre TGA-Produkte akkurat und effizient dargestellt werden und bereit für die Workflows der Planer sind – heute und in einer nachhaltigen Zukunft.
Entsprechen Ihre BIM-Objekte den Erwartungen der Planenden?
Stellen Sie sicher, dass Ihre TGA-Produkte mit der korrekten Struktur, Leistungsfähigkeit und Datenqualität bereitgestellt werden.