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Umweltdaten von Herstellern spielen eine Schlüsselrolle beim kohlenstoffarmen Bauen

18.05.2026

MagiCAD Group

MagiCAD Cloud für Hersteller

Umweltdaten von Herstellern spielen eine Schlüsselrolle beim kohlenstoffarmen Bauen

Die Bauvorschriften in ganz Europa werden verschärft, und die Klimaauswirkungen von Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg sind zu einem festen Bestandteil der Planung und Entscheidungsfindung geworden. Für TGA-Hersteller bedeutet es, dass BIM-kompatible Produktdaten und zuverlässige, verifizierte Umweltdaten nicht länger optional sind.

Sie beeinflussen direkt, welche Produkte auf welcher Grundlage ausgewählt werden. In der gesamten EU prägen kohlenstoffarmes Bauen, Lebenszyklusanalysen und vergleichbare Umweltdaten zunehmend sowohl die Vorschriften als auch die Markterwartungen. Auch wenn die Anforderungen von Land zu Land unterschiedlich sind, ist die allgemeine Richtung klar: Umweltleistung und transparente Produktdaten werden zu entscheidenden Faktoren bei der Gebäudeplanung und Produktauswahl.

Der Bausektor spielt eine Schlüsselrolle bei den Klimazielen

Gebäude und der Bausektor sind für einen erheblichen Teil der Treibhausgasemissionen in ganz Europa verantwortlich. Infolgedessen spielt der Bausektor eine zentrale Rolle bei der Erreichung sowohl der nationalen als auch der EU-Klimaziele.


In den letzten Jahren hat sich das kohlenstoffarme Bauen Schritt für Schritt zu detaillierteren und verbindlicheren Vorschriften entwickelt. Der Fokus hat sich über die betriebliche Energieeffizienz hinaus auf Materialien, technische Systeme und graue Emissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes erweitert. Dieser Wandel wirkt sich direkt auf die Art und den Umfang der Produktdaten aus, die Planer zur Unterstützung ihrer Entscheidungen benötigen.

Vorgaben der EU setzen neue Standards

EU-Verordnungen sind zunehmend die treibende Kraft für kohlenstoffarmes Bauen in Europa. Die modifizierte Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) fungiert dabei als wesentlicher Motor, der den Übergang zu einer einheitlicheren Methodik bei der Beurteilung der Klimaauswirkungen im Gebäudelebenszyklus beschleunigt.

Eines der wichtigsten Resultate der überarbeiteten EPBD ist die EU-weite Harmonisierung bei der Berechnung des Treibhauspotenzials (GWP). Dadurch entsteht ein einheitlicher Rahmen zur Bewertung von CO2-Emissionen über den Lebenszyklus, der klare Erwartungen an vergleichbare und transparente Umweltdaten formuliert.

Im Ergebnis werden produktspezifische und verifizierte Umweltdaten auf allen europäischen Märkten unverzichtbar. Für Hersteller lautet die eindeutige Botschaft: Die Wettbewerbsfähigkeit und die Einhaltung von Vorschriften hängen von der Fähigkeit ab, zuverlässige Umweltdaten bereitzustellen, die sich nahtlos in Planungs- und Bewertungsabläufe integrieren lassen.

Finnland als frühes Vorbild für die nationale Umsetzung von EU-Zielen

Die Anforderungen auf EU-Ebene werden durch nationale Gesetzgebung in die Praxis umgesetzt, und Finnland liefert ein konkretes Beispiel dafür, wie dieser Übergang bereits Gestalt annimmt.


Mit der Einführung des neuen Baugesetzes sind die Auswirkungen von CO2 über den Lebenszyklus zu einem obligatorischen Bestandteil der Planung von Neubauten in Finnland geworden. Planer sind nun verpflichtet, nicht nur die betrieblichen Emissionen, sondern auch die Emissionen in Zusammenhang mit Materialien und TGA-Systemen zu bewerten.


Für Neubauten umfasst das:
• eine Klimadeklaration, die den CO2-Fußabdruck und den CO2-Handabdruck des Gebäudes über seinen Lebenszyklus hinweg abdeckt und die Einhaltung definierter Grenzwerte nachweist
• eine Bauproduktliste, die die im Projekt verwendeten Produkte dokumentiert


Obwohl die derzeitigen Grenzwerte noch relativ moderat sind, ist die Richtung klar: Planungsentscheidungen und Produktauswahl werden eine immer wichtigere Rolle spielen, da die Anforderungen im Laufe der Zeit strenger werden. Auch wenn die nationalen Ansätze naturgemäß variieren, sind in ganz Europa ähnliche regulatorische Entwicklungen im Gange, da die Länder ihre Rahmenbedingungen an die Ziele auf EU-Ebene anpassen.

Umweltdaten von Herstellern steuern die Produktauswahl

Klimadeklarationen und Bauproduktlisten stützen sich stark auf nachverfolgbare, strukturierte Produktdaten. Generische Emissionsfaktoren und Datenbanken können einen Ausgangspunkt bieten, reichen jedoch nicht aus, wenn Projektteams Folgendes anstreben:

  • Differenzierung zwischen individuellen Produkten
  • Optimierung der CO2-Werte auf Systemebene
  • Vorbereitung auf künftig verschärfte Grenzwerte

In dieser Phase werden herstellerspezifische Umweltdaten zu einem entscheidenden Faktor. Umweltproduktdeklarationen (EPDs) liefern verifizierte und standardisierte Informationen zu den Umweltauswirkungen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus. Die aus EPDs abgeleiteten GWP-Werte quantifizieren die Klimaauswirkungen speziell im Hinblick auf Treibhausgasemissionen, ausgedrückt in CO2-Äquivalenten. Diese werden durch umfassendere Lebenszyklusdaten ergänzt, die die Phasen von der Herstellung über die Nutzung bis hin zum Recycling oder dem Ende der Lebensdauer abdecken.

Ohne zuverlässige, produktspezifische Daten sind Planer gezwungen, sich auf generische Annahmen zu verlassen, die selten die tatsächliche Leistung einzelner Produkte widerspiegeln oder die Wettbewerbsposition der Hersteller unterstützen.

BIM als Grundlage für die Nutzung von Umweltdaten

Um in realen Projekten nutzbar zu sein, müssen Umweltdaten in einem BIM-kompatiblen Format innerhalb des Planungsablaufs verfügbar sein. Eine eigenständige PDF-Dokumentation ist nicht mehr ausreichend.

BIM-basierte Produktdaten ermöglichen:

  • life‑cycle and carbon impact calculations as part of design
  • comparison of alternative solutions
  • direct transfer of data into building product lists and climate declarations

Für Hersteller sind BIM-Objekte in Kombination mit integrierten Umweltdaten daher nicht nur ein technisches Detail, sondern eine Grundvoraussetzung, um auf dem Markt relevant zu bleiben.

Handlungsempfehlungen für Hersteller

  1. Ensure visibility in MagiCAD Cloud
    Make sure your products are easily accessible to designers within the MagiCAD Cloud platform.
  2. Add environmental declarations to your products
    Upload EPD documents to MagiCAD Cloud and ensure that product variants include accurate weight information.
  3. Support design decisions with MagiCAD Cloud Environmental Data
    EPD‑based GWP values deliver the greatest value when they are available already during the design phase.

Vorbereitung auf wettbewerbsintensivere Märkte für kohlenstoffarmes Bauen

Die CO2-Grenzwerte werden in den kommenden Jahren schrittweise verschärft, und der Wettbewerb um kohlenstoffarme Lösungen wird sich intensivieren. Hersteller, die Umweltdaten, Produktmodelle und die Produktentwicklung frühzeitig auf diesen Wandel ausrichten, werden ihre Wettbewerbsposition stärken.


Kohlenstoffarme Leistung und Energieeffizienz werden erst dann zu echten Wettbewerbsvorteilen, wenn sie transparent verifizierbar und innerhalb des Planungsprozesses nutzbar sind.

Erfahren Sie mehr über MagiCAD Cloud Umweltdaten.